Grüner Güggel

Umwelt­ma­nage­ment mit Sys­tem: Wir sind stolz, uns eine Grüne-​Güggel-​Gemeinde nennen zu dürfen.

Unsere Schöpfungsleitlinien

Wir - setzen uns als ev.-ref. Kirchgemeinde Wynau für den Erhalt der Schöpfung ein.

Wir - tragen Sorge zur Natur, gehen verantwortungsvoll mit Ressourcen um, handeln umweltbewusst und wollen für künftige Generationen ein lebenswertes, artenvielfältiges und intaktes Oekosystem erhalten.

Wir - arbeiten mit dem Grünen Güggel an einer stetigen Optimierung der messbaren Umweltfaktoren und lösen einen Verbesserungsprozess aus. Ein schonender Umgang mit Rohstoffen und Energie ist uns wichtig. Dabei zählen auch kleine Erfolge!

Wir - sind eine Gemeinschaft und achten miteinander auf den Einkauf nachhaltig produzierter, regionaler Lebensmittel sowie auf die biologische Bewirtschaftung unserer Grünflächen. Für Pflege und Unterhalt werden biologisch abbaubare Produkte verwendet. Durch bewussten Konsum verringern wir Abfall im kirchlichen Alltag.

Wir - informieren die Gemeinde über laufende Prozesse und sind offen für Anregungen und konstruktive Kritik.

00-Logo_GG_png_transparent-400x400

Es ist geschafft!

Die Kirchgemeinde Wynau hat sich in den letzten Jahren immer weiterentwickelt und präsentiert sich heute als lebendige Gemeinschaft mit vielen Angeboten für Jung und Alt.

Ein grosses Projekt ist in diesen Tagen zu einem ersten Abschluss gekommen. Wir haben erreicht, dass die Kirchgemeinde Wynau mit dem Umweltmanagementsystem «Grüner Güggel» zertifiziert wird. Dieses Zertifikat bestätigt, dass sich die Kirchgemeinde Wynau dafür einsetzt, verantwortungsvoll mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen und bestrebt ist, den nachfolgenden Generationen ein artenvielfältiges und intaktes Ökosystem zu erhalten.

  • Wir wollen bis 2025 den totalen Energieverbrauch um 20% gegenüber dem Durchschnittswert von 2018-2020 senken.

Dafür haben wir – das Umweltteam – vor ungefähr 4 Jahren mit der Arbeit begonnen und das 10 Schritte umfassende Programm von OEKU in die Tat umgesetzt. Mit Herrn Wolfgang von Arx haben wir einen kompetenten Umweltberater gefunden, der uns geholfen hat, die vielen Daten und Fakten zu sammeln und den Umweltbericht zu erstellen. Mit seiner Hilfe haben wir Mängel bei der Sicherheit in und um die Kirche ausgemerzt und kleine Verbesserungen sofort umgesetzt (Notfallbox in Kirche und Säli, Reparatur der Fluchtwegeanzeige, Umstellung auf 100% Recyclingpapier etc.).

Unsere Absichten haben wir in den Schöpfungsleitlinien festgehalten und die Umweltziele gemeinsam im Umweltprogramm formuliert.

Nun freuen wir uns über den Erfolg und darauf, die Zertifizierung mit einem Gottesdienst und einem Fest mit Ihnen zusammen zu feiern. Infos dazu folgen später.

Beatrice Hunziker

csm_5_0c87751991

oeku Kirchen für die Umwelt

csm_6_e6c5364c68

«Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht» (Marie von Ebner-Eschenbach)


Projekt Mauersegler

Im Rahmen der Erarbeitung des «Grünen Güggels» für die Kirchgemeinde Wynau haben wir im Mai 2020 das erste Experiment hin zu mehr Biodiversität gestartet. Wir wollten versuchen, im Kirchenturm Mauersegler anzusiedeln.

Da uns versichert wurde, dass die Mauersegler die Kirchenfassade nicht mit Kot und anderem Schmutz dekorieren würden und auch sonst eher anspruchslos seien, waren sofort alle Mitglieder des Kirchgemeinderats und des Umweltteams einverstanden.

Der Langenthaler Kari Steiner hat uns als Mauersegler-Experte tatkräftig unterstützt und beraten. Zusammen mit einem weiteren Spezialisten für die interessanten Vögel hat er im Frühling 2020 im engen, schwer zugänglichen Turm Nistkästen montiert. Gleichzeitig wurde vor einem Turmfenster ein Gerät installiert, das morgens und abends mit Lockrufen den Mauerseglern den Weg in ihr neues Daheim weisen sollte.

Von allen Seiten wurden wir gewarnt, dass es viel Geduld brauchen werde. Oft dauert eine Ansiedlung mehrere Jahre, manchmal wollen die Tiere auch gar nicht einziehen. Deshalb waren wir nur mässig enttäuscht, als der Verantwortliche für den Unterhalt der Kästen, Martin Bigler, am Ende der Saison meldete, er habe keine Spuren einer Brut vorgefunden. Auch ein Jahr später war alles leer….Die Mauersegler umkreisten zwar den Kirchturm immer wieder, flogen jedoch in andere Behausungen. He nu – nicht aufgeben!

Aber nun, im Juli 2022 ist es so weit! Kari Steiner hat auf einem Veloausflug in Wynau ausgiebig Pause gemacht und den Turm beobachtet. Tatsächlich! Es sieht ganz nach Nachwuchsfütterung aus. Ein paar Tage später die Gewissheit: ein Nistkasten ist tatsächlich bewohnt. Zwei Jungvögel werden in einer sogenannten Spätbrut aufgezogen.

Es ist ein wunderbarer Erfolg und zeigt, dass auch im Kleinen Grosses bewirkt werden kann. Genau dieses Motto haben wir vom Umweltteam uns auf die Fahne geschrieben. Wir freuen uns sehr und bleiben dran!


Ein grosser Tag - die Zertifizierung